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Testbericht Premium X 7100 PGU von iPlus (STi5518)

    

ERFAHRUNGSBERICHT:                 per  Ende 2004

Dies ist kein Testbericht, denn dazu müßte man sowohl genaue Messungen (Signalempfang) etc. durchführen als auch genaue Vergleiche mit anderen Receivern unter gleichen Verhältnissen durchführen, sondern nur ein Erfahrungsbericht eines halbwegs normalen sat-interessierten Fernsehers und Receiver-Käufers, der nur 4 Sat-Receiver in der Stube angeschlossen hat. Diese Box ist derzeit (Ende 2004) um ca. 230 Euro zu haben und liegt da bei den Festplattenreceivern im eher unteren Bereich. Das Preis-Leisungsverhältnis passt.

Erste Begutachtung: Nachdem ich gerade einen Kaon Xtreme KSC 520U ausprobiert habe (ohne PVR), interessierte mich der Premium X mit PVR. Deshalb auch immer wieder einige Vergleiche mit dem Kaon.Die äußere Form ist etwas "designed" und ist Geschmacksache. Mir gefiele eine moderne eckige Form besser. Das Display ist  VIEL VIEL zu klein mit zuwenig Leuchtkraft, fast nichts zu lesen wenn z.B. Fenster etwas spiegeln. Eine Zumutung, wie aber die meisten Sat-Displays, während der billigste Autoradio riesige animierte Displays aufweisen, protzen jetzt nur die teuersten neuen Sat-Geräte damit, "daß sogar der Sendername am Display aufscheint". Welche Meisterleistung der Elektronik! 
Ein/Aus und Channel auf/ab sind die 3 Tasten auf der Vorderseite. Auf der Rückseite die normalen Anschlüsse (leider nur 1 Eingang - ich bin immer für TWIN-Receiver).
Der 0/12 V Schalt-Anschluß (s.später bei LNB-Einstellungen) ist links unten bei den 4 Chinch-Buchsen, beim Kaon links oben. Erstaunlich, daß die Erzeuger sogar bei 4 Eingängen bei jedem Receiver noch die Anschlüsse vertauschen.

  

Die zwei CI-Einschübe sind gut mit Führungen, sodaß man die CI auch bei Dämmerlicht wechseln kann. (beim Kaon KSC 520 fast eine Zumutung, keine Führung, bei meinem 5 mm schief und ohne Taschenlampe ist der CI-Einschub gleich defekt). Darüber ein Kartenleser - optional mit SkyCrypt-Modul (ca. 50 Euro Aufpreis). Zwei CI-s funktionieren ohne Progleme. Beim Umschalten zwischen verschlüsselten Sendern kommt es meist zu kurzen Bildaussetzern.

 

Die EPG-Funktionen sind akzeptabel, aber keineswegs Spitze. Was mir hier fehlt - ist bei anderen Receivern oft auch nicht besser, ist die rascheste Übersicht der Programme eines Senders.

  

Bei Programmumschaltung wird der Name des laufenden und des nächsten Programmes eingeblendet. Will man die Programme eines Senders für den laufenden Tag, muß man nach dem Drücken der entsprechenden Farbtaste schon etwas warten.

Kanalliste:

  

Die Fernbedienung (2.v.rechts, roter Pfeil) ist im Vergleich zum Kaon (3.v.rechts) und Humax (ganz rechts) wohl etwas schlechter. Humax liegt gut in linker und rechter Hand, Kaon halbwegs gut mit sehrleichtgängigen Tasten, der Premium mit "störrischen" und eher unangenehmen Tasten wie die lange Force-FB in der MItte, die OK-Taste sowie CH up/down und Volume zu weit oben, eher für "Langfinger" geeignet. Daß die Menütaste links ist, bei den anderen rechts, ist seltsam. Auch hier überschlagen sich die Hersteller, um ja alle Tasten irgendwo anders zu plazieren.

Meine Empfehlung: Die Originalfernbedienungen vergessen, besonders wenn man mehrere Geräte sein Eigen nennt und auf eine gute Universallfernbedienung umsteigen. Die hat sogar eine "sündbillige" LED, sodaß man erkennt, wenn die Batterie leer ist. Bei obigen meist "eingespart".

Antennenanschluß: Ich habe derzeit 2 Antennen, eine fix für Astra/Hotbird, eine mit Aktuator (kein Diseq-Motor).

Dies ist natürlich für Premium X kein Problem mit 0/12 V Schalter, Toneburst und Diseqeinstellmöglichkeiten:
0/12V Schalter: 0 - 12V - disable

Tone Burst A/B : off - Sat A - Sat B
DiseqCSwitch Type: Disable -DiseqC 1-4 sowie 2--16Ports DiseqC Switch Port: soferne oben Ports eingestellt sind

Diseq Motor System: - dieses ist noch separat unter "Motor Antenna Setting" einstellbar, Limits, Usals.  Es ist wohl schwierig, bei komplizierteren Antennen- und LNB-Konstellationen hier durchzublicken. Das Handbuch bietet auch keine richtige Hilfe. Entweder man weiß, wie das mit Port 2 bis Port 16, zusammen mit DiseqC und Tonburst funktioniert - oder man muß halt mühselig Anschlüsse so lange umstecken, bis es läuft. Es ist nicht erklärlich, wieso gerade dieser Punkt in den Handbüchern armselig abgehandelt wird... denn das Zeitalter eines einzigen Sat-Spiegels mit einem einzelnen Mono-LNB's ist längst vorbei.
Der Receiver sollte mit einem "uncommitted DiseqC1.1 oder 2.1-Relais" (ca. 50-70 Euro) und anschließend vier 4in1-DiseqC-Switches (ca. 13-29 Euro) 16 LNB's ansteuern können. Mit zusätzlichem 0/12V Schalter doppelt soviele. Falls jemand hier funktionierends Equipement hat, bitte mailen, damit diese hier eingefügt werden können, denn das Handbuch gibt nichts her. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen, mit DiseqC-Schaltern 16 Lnb's anzusteuern, wie es lt. Beschreibung möglich sein soll.

Neuerdings gibt es auch einen 10in/1out DiseqC-Schalter, mit welchen man 10 Lnb's mit einer "simulierten Motoransteuerung" verwenden kann. (Kostenpunkt 50 Euro ca. zuzüglich Programmer, falls man den Schalter von DiseqC 1.2 auf 1.1 umprogrammieren möchte). Dieser Schalter ist meine Empfehlung für diejenigen, welche wissen, daß es außer Astra und Hotbird noch andere Satelliten gibt.

Suchlauf: Der Suchlauf ist genügend schnell. Irgendwie komme ich nicht drauf, warum bei diversesten Receivern nie die gleichen Kanäle gefunden werden, selbst wenn man mit gleicher Antenne zu fast gleicher Zeit Suchläufe startet. Seltsamerweise gibt es auch oft Transponderfrequenzen, auf denen kein Sender gefunden wird. Wenn man die Frequenz um 1-3 erhöht, ist der Suchlauf erfolgreich. Beim PX gibts natürlich noch einen manuellen Suchlauf über die Frequenz und auch mit der PID-Nummer eines einzelnen Senders.

 

Bildanzeige: Kanäle können ein- und ausgefaded werden (ausschaltbar),  Tv-Screen-Type: Pan& Scan, 4:3, 16:9, daneben auch noch Einstellmöglichkeiten für FineTuning, Helligkeit, Kontrast, Farbe..Letztere Möglichkeiten fehlen bei fast allen anderen Receiver, sodaß das TV-Gerät bei div. AV-Einstellungen und Anschlußgeräten jeweils ein etwas anderes Bild bietet. Dagegen fehlt die Sommerzeitumstellung und hier muß man dann halt händische die Zeit umstellen. (GMT +...h) . Die Umschaltzeiten von Kanal zu Kanal sind akzeptabel schnell.

Um komfortabel die Sat-Kanäle verschieben und v.a. in die Favoritenlisten aufnehmen zu können, empfiehlt sich auf jeden Fall ein PC-Editor, welcher mittels gekreuztem RS232-Kabel angeschlossen wird. Den USB-Anschluß habe ich nicht ausprobiert.

Favoriten: Gut sind die Selektions- bzw. Sortiermöglichkeiten: Favoriten 1 bis 8, TV-all, TV-scrambled, Datachannels sowie für jeden eingestellten Satelliten, sodaß v.a. bei Drehantennen jeweils die Sender eines einzelnen Satelliten angezeigt werden können.

Der Wechsel zwischen den Favoriten erfolgt schnell und vorbildlich mit den Rechts-Links-Tasten. Diese Favoritenauswahl gefällt mir gut.

Teilweise läuft bei den Menüs das Programm im Hintergrund mit, teilweise in einem verkleinerten Bild.

 

PVR Festplattenanschluß:

Bei diesem Receiver wie bei vielen anderen - Dreambox alt - Kaon usw. mit Harddisk-Anschluß, ev. kombiniert mit 2 CI-Modulen, gehen die Netzteile v.a. der ersten Geräteserie nach kurzer Zeit kaputt.
Beim Netzgerät des Premium X scheinen die Elkos C11 und C14 zu schwach zu sein. Bei den neuen Geräten sollen diese dann mit den Elkos
2200uF 16V 105C geliefert werden (welche Freude, meiner hat diese drin, also kein Herumlöten nötig) und das Problem - angeblich - gelöst sein.

 

Hier gibt es auch diversteste Usermeinungen, die einen bevorzugen nur Seagate-HDD's wegen dem geringeren Stromverbrauch, andere sagen, mit diesen neuen Elkos gehen alle Hdd's..... andere wiederum empfehlen nur 5400 RPM und keine 7200.... Ich empfinde das als ein Witz, wenn im digitalen Zeitalter scheinbar das Hauptproblem mit Defekten bei simplen Netzgeräten liegt, nur weil die Hersteller einige Cents -mehr sind das ja nicht - am falschen Ort einsparen.
Warnung: Dies ist keine Empfehlung zur Änderung der Stromversorgung. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen, Änderungen dürfen nur authorisierte Fachbetriebe vornehmen.

Das HDD-IDE-Kabel und Stromkabelanschluß ist fast zu kurz, der IDE-Anschluß ungünstig unter dem Kartenleser.  Der Einbau der Festplatte ist wegen dem geringen vorhanden Platz etwas schwierig. Ich kann nur empfehlen, gleich den Receiver inclusive eingebauter HDD zu kaufen. Ich habe auf das Verschrauben derselben verzichtet und die Festplattenhalterung nur mit selbstklebendem ca. 3 mm dickem Schaumgummiband (aus Modellbau oder Fensterisolateon) ausgelegt und die Fesplatte nur in diese eingebettet.

Seagate 40 GB Festplatte mit 7200 Umdrehungen wurde gleich erkannt undr mit dem "neuen" Netzteil gibt es - hoffentlich - auch keine Probleme mit der Stromversorgung. Die Formatierung geht schnell und die Bedienung für den "Normalfall", also Aufnehmen und Abspielen in normaler bis 16-facher Geschwindigkeit. (Display ähnlich normalden CD-Abspielgeräten erscheint)
Was mir nicht gefällt: Wenn die Aufnahme läuft, ist das Menü gesperrt, dh. es kann auch nicht der Sender gewechselt werden. Angeblich ist dies wegen dem Time-Shifting während der Aufnahme, man sieht dann das aufgenommene Bild von der Festplatte und nicht direkt vom Empfangsteil. Somit kann man zwar während der Aufnahme wieder zurückspulen, doch wäre mir lieber, den Sender wechseln zu können wenn ich will, auch während der Aufnahme oder während des Abspielens. Hier werden sich wohl künftig die TWIN-Receiver mit HDD durchsetzen und größere Marktanteile erobern. Hoffentlich kommen die Hersteller bald mal auf die Idee, die guten schon vorhandenen PC-Technologien besser zu nutzen, z.B. Speichermodule erweiterbar (wieso sollen nur 4000 Kanäle gespeichert werden können in heutiger speicherhungriger Zeit?) und auch Wechselfestplatten. Letzteres wäre unbedingt zu empfehlen. Diese Wechselrahmen kosten nichts mehr und Platzspargründe könnens ja auch nicht mehr sein, denn ob ein SAT-Receiver 5 cm breiter und 3 cm tiefer ist, ist doch meist egal.

Ob es nur an meiner Festplatte lag, daß ab und zu kleine Ton- und Bildaussetzer zu verzeichnen waren, weiß ich nicht. Man muß sich auch damit abfinden, daß während einer Aufnahme nicht auf ein anderes Programm umgeschaltet werden kann. Wer sehr viel aufnimmt und daneben noch andere Sender sehen will, ist natürlich mit einem TWIN-Receiver wie z.B. Relook 300S besser bedient und dieser kostet nur wenig mehr. Für "Normaluser" die ab und zu mal ein Programm in der Nacht oder bei Abwesenheit aufnehmen, oder die täglichen Nachrichten, ist dieser Receiver sehr gut geeignet.

 

Kartenleser: wie erwähnt, ist der "normale" Supercam-Kartenleser mit drin - oder auch nicht immer wie bei meinem und muß separat gekauft werden (5,- € ca.) . Dieser könnte mit einem Sky-Crypt-Modul (ca. 50 €) ohne Löten ausgetauscht werden. (Steckanschluß).

 

Handbuch: Wer glaubt, aus diesem z.B. Informationen zu bekommen, welche HDD's gut oder weniger sind, wird enttäuscht. Unter "Technische Spezifikationen" ist zu finden: HardDiskDriver: Format Gbyte: 40 GBytes, Spindle Speed 5400 RPM.  Mit dem aktuellen Netzteil ist es wohl egal, ob 7200 RPM oder 5400, die Große kann zwischen 40 und 120 GB liegen.
Sonst kann man das Handbuch fast vergessen, ach ja, der Code ist 1234, nachdem ich erfolglos 0000 und 9999 probiert habe, ist auf Seite 19 unter "Jugendschutz" dieser Receiver-Sperrcode zu finden.
Hier nur einige Kostproben dichterischer Spitzenleistungen incl. Übersetzungslustbarkeiten: "Diese Box ist ausgestattet mit Festplattentreiber. Ein Vorteil den die eingebaute Festplatte bietet ist das Sie die Wiedergabe direkt starten können während die Aufnahme vom selben Programm noch läuft." oder "Sie können das die Festplatteninformationen prüfen durch Drücken von [OK]" usw. Also ich meine, dieses Handbuch bringt nicht viel und unterscheidet sich hier leider kaum von anderen. Was mich besonder stört, daß gerade die technischen Einzelheiten nur so am Rande gestreift werden (z.B. Antenneinstellungen - heutzutage immens wichtig bei Wavefrontier-Antennen über 60 Grad mit Dutzenden von Satelliten z.B. ) und einfachste Sachen lang und breit erklärt sind.

Alles in allem ein guter Receiver ( die Stromversorgung hoffe ich mit dem adaptierten Netzgerät in den Griff zu bekommen) mit Vor- und Nachteilen gegenüber anderen Receivern. Positiv sind v.a. die guten Antennenanschluß- und Empfangseigenschaften, CI-Einschübe, USB-Anschluß. Auch das Feature mit den Softüberblendungen bei Kanalwechsel gefällt sicher vielen. Negativ das Designer-Display, das den Namen Display gar nicht verdient, die Fernbedienung, das Handbuch.

Diese Meinung ist eine persönliche Beurteilung. Für diesen Receiver kann man ruhig eine Kaufempfehlung abgeben, trotz kleiner Schwachstellen (Display, FB, etc.) . 

Achtung: sämtliche Angaben sind ohne Gewähr und nur die persönliche Meinung des Verfassers!

alf@ichbinhier.com

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->Spezifikationen 7100 pgu <--

 

   Dec., 2004

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