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Testbericht von der eMetabox - III(ein digitaler Satelliten Receiver von Metaware mit STi5518 Prozessor)
Metaware ist einer der erfolgreichsten Receiver Hersteller aus Korea. Die meisten ihrer Produkte kommen unter anderen Namen auf den Markt. Auch die Metabox-III gibt es schon seit längerer Zeit. Der Receiver zählt zu den beliebtesten Receivern. So beliebt das er gerade von chinesischen Firmen sehr gerne kopiert wird. Achtet bitte darauf das ihr nur Originalware kauft und keine chinesischen Kopien. Die Metabox 3 besitzt 1 Universal Kartenleser und 2 Common Interface Schächten für Pay TV.Laut Spezifikationen kann er 5000 Kanäle speichern. In Wirklichkeit beträgt der maximale Speicher aber nur 3825 TV und 998 Radio Kanäle. Überraschend für mich war das der Receiver, das DiSEqC 1.1 Protokoll (für Multifeed Anlagen) bis zu 16 LNB`s unterstützt, obwohl es in den Spezifikationen nicht stand, und auch im Menü nicht sofort ersichtlich ist. Zusätzlich besitzt der Receiver noch einen 0/12 Volt Anschluss, welcher dann noch mehr Möglichkeiten beim Empfang bietet. Das Gehäuse ist gut verarbeitet, besitzt Funktionstasten an der Gerätefront und einen Netzschalter auf der Rückseite. Fernbedienungstasten sind relativ gut angeordnet und es gibt viele Tasten für Extrafunktionen, die sich bei vielen anderen Receivern, nur durch das Menü aufrufen lassen. Nach mehreren Betriebsstunden wird der Receiver nur leichtwarm. Der Receiver wird ohne Kanalliste geliefert, die Bedienungsanleitung ist sehr dürftig und z.Z. nur in englisch verfügbar.
Info: Bei jedem umschalten und nach drücken der Infotaste wird das Infobanner angezeigt. Es stellt unter anderem Infos zur laufenden und folgenden Sendung zur Verfügung. Bei der laufenden Sendung wird noch ein Zeitbalken mit Anfang- und Endzeit dargestellt. Leider ist es mit dem Infobanner nicht möglich Detailinfos zu den Sendungen aufzurufen. Dazu braucht man den EPG. Natürlich gibt es im Banner auch noch eine Signalanzeige und den Namen des Satelliten. Bei verschlüsselten Kanälen gibt`s noch eine Anzeige von bis zu 3 Verschlüsselungssystemen. Umschalten geht recht schnell. Leider macht der Ton dabei leicht Probleme. Das macht sich durch leichtes "knacken und zwitschern" bemerkbar. Audiotracks können individuell gespeichert werden.
EPG (Programmzeitung): Über die EPG Taste gelangt man zu den Programminfos der einzelnen Sender. Der EPG gibt einen Überblick der Sendungen von bis zu 5 Kanälen pro Seite. Im 1. Modus von der aktuell laufenden und der danach laufenden Sendung. Das TV Bild läuft dabei im Hintergrund des Textfensters. Dies ist sicher nicht ideal gelöst, vor allem da die Texte so schlechter lesbar sind. Überhaupt sind die Texte sehr klein. Viel Platz bleibt ungenutzt und der EPG wirkt überladen und unübersichtlich. Um Detailinformationen aufzurufen, muss man erst die rote und dann die grüne Taste drücken. Sehr lange Texte können dargestellt werden. Mit der blauen Taste gelangt man in den Wochenmodus. EPG Daten werden nicht gespeichert. Einen Timer bzw. eine Erinnerungsfunktion gibt es nicht.
Kanalliste: Es gibt 2 Darstellungsformen der Kanalliste (ausführlich und einfach). Normal ist die ausführliche Liste voreingestellt. Über das Menü kann man sich aber auch für die einfache Liste entscheiden und trotzdem ganz einfach über die blaue Taste wieder in die ausführliche Liste wechseln. Mir persönlich gefiel die einfache Liste besser. Beim navigieren durch die Liste gibt es keine Probleme alles geht mit dem Steuerkreuz der Fernbedienung ganz leicht. Mit einmal OK Taste wird umgeschaltet und mit 2x OK die Liste ausgeblendet. So etwas ist bei vielen anderen Receivern leider immer noch nicht selbst verständlich. Programme können nach Buchstaben gesucht, nach A-Z und nach Verschlüsselungssystemen sortiert angezeigt werden. Deutsche Sonderzeichen wie ü,ö sind in der ausführlichen Kanalliste komisch verschoben dargestellt. 8 Favoritenlisten sind möglich.
Kanäle bearbeiten: Diese Funktion erreicht man über die TV Liste mit der grünen Taste. Bevor das Menü sich öffnet wird erst nach dem PIN Code gefragt. Diese Codeabfrage lässt sich leider nicht ausschalten. Der Aufbau des Editiermenüs ist eigentlich gar nicht so schlecht. Umschalten ist möglich und das immer aktuelle TV Bild wird als PIG dargestellt. Kanäle können verschoben, gelöscht, gesperrt, mit anderen Namen versehen und sogar die PID`s editiert werden. Das verschieben und navigieren der Programme geschieht sehr träge und bringt einem schnell an den Rande des Wahnsinns. Es kann auch nur jeweils ein Programm gleichzeitig verschoben werden. Verschieben über Nummerntasten ist nicht möglich. Das löschen der Programme geht hingegen ganz fix und ist erst endgültig wenn man das Menü verlässt.
Hauptmenü Das Hauptmenü ist auf dem ersten Blick übersichtlich, jedoch gibt es in der deutschen Spracheinstellung schon komische Übersetzungen wie Allgemeine Schnittstelle (für Common Interface) und Dinestprogramme-Spiele( für Utility-Game). Das Menü überdeckt das TV Bild und man hört auch keinen Ton mehr.
Installation Unter Installation kann die eigene Satellitenanlage konfiguriert werden. Das Menü ist auf den ersten Blick verwirrend und braucht etwas Übung. Beim Punkt Satellit müssen erst mal alle, mit der eigenen Anlage empfangbaren Satelliten aktiviert werden. Danach passt man die DiSEqC Einstellungen seiner Anlage an. Hier gibt es Toneburst (Tone A/ B), DiSEqC 1.0 (1/4, 2/4, 3/4, 4/4), DiSEqC 1.1 (AA Input 1 bis BB Input 4). Sowie eine weitere Einstellung (1/8 bis 8/8) mit deren Bedeutung ist erst mal überfragt bin. Unter dem Menüpunkt Positionierer kann die Einstellung für Drehanlagen DiSEqC 1.2 und USALS ausgewählt werden. Beim benutzen eines 0/12 Volt Schalters kann dieses unter Antennen Einrichtung eingestellt werden. Kombinationen aus Multifeed und Motor über 0/12 V sind nicht möglich. Im Menü Transponder ist es möglich einzelne Transponder abzufragen. Es ist sogar möglich mit den links/ rechts Tasten die Frequenz zu verstellen. So eine Funktion finde ich sehr positiv und ist leider sehr selten. Transponder können hinzugefügt, editiert und gelöscht werden. Die Signalstärke und Qualität wird überall mit dargestellt. Voreingestellte Satelliten können leider nicht gelöscht und umbenannt werden.
Suchlauf Es ist möglich einen und sogar mehrere Satelliten in einem Gang abzusuchen. Dabei wird vorher gefragt ob alle oder nur FTA Programme abgesucht werden sollen, jeweils zusätzlich mit Netzwerk (NIT) Funktion. Der Suchlauf ist recht schnell und gründlich. Astra 1 mit aktiviertem NIT dauerte ca. 5 Minuten, danach ohne NIT ca.3, 5 Minuten. Neu gefundene Kanäle werden ans Listen Ende angefügt. Der Abspeichervorgang dauert sehr lange. Bei einigen Satelliten ist die Transponder Datenbank veraltet.
Weitere Funktionen Die Fernbedienung besitzt viele Extratasten die es ermöglicht Funktionen direkt aufzurufen ohne erst vorher andere Menüs zu bedienen. Die interessanteste Taste ist dabei die F1 Taste (Hotkey). Die Funktionen der Taste können vorher über das Menü angepasst werden. So kann zum Beispiel ganz leicht das Editmenü aufgerufen werden. Komischerweise hier ohne PIN abfrage. Oder man gelangt direkt ins Installationsmenü u.s.w.. Weiter gibt es noch Tasten für Signal, Kanaleditieren inklusive PID`s, Bildeinstellungen, Teletext (ist etwas schwach und langsam, VBI Text funktioniert aber auch), Sattaste, Favoritentaste, Findtaste, Recalltaste( Liste mit bis zu 10 zuvor gesehenen Kanälen), Zoom und Pausetaste und einen Sleeptimer. Vergessen wurden Untertitel und Timer. Bei den TV Einstellungen gibt es zwar eine 4:3 und 16:9 Funktion, jedoch keine Extras wie Letterbox Darstellung, was zur Folge hat das es zum Eierkopfphänomen kommen kann. Und zwar wenn die Sender "die automatische Umschaltung" nicht unterstützen. Beim Test funktionierte es bei Vox, Arte und HR. Jedoch nicht bei RTL, ORF, HR und SR sowie bei fast allen Programmen von Astra2.
Software Update und Settingseditor Software Update ist ganz einfach mit dem "Sender" Programm. Danach bleiben Settings und veränderte Hintergrunde in der Regel erhalten. Außer beim Wechsel auf Orginal Software. Die Spacheinstellungen sind aber jedesmal verändert. Original Software unterstützt nur Conax. Hat ein paar Änderungen im Menü. Zusätzlich gibt`s 2 Games. Mit dem Programm "STB Wizard" hatte ich mir meine Programmliste zerstört. Vielleicht wars nicht die neuste Version. Egal. Mit "STB Wizard" kann man auch die Hintergrunde von Menü und Radio verändern. Da gibt`s sehr viele im STB Wizard Download. Spiele gibt es auch doch ist mein Receiver danach nicht mehr gestartet, und ich musste erst wieder Software aufspielen. Von "Setedit" gibt es noch einen kostenpflichtigen Editor der ganz gut funktionierte.
Fazit Der Receiver ist in seiner Preisklasse ein interessanter Receiver, der vor allem wegen des "Software Supports" und des günstigen Preises, sein Publikum weiterhin finden wird. Auch dieser Receiver ist nicht ohne "Macken" bei der Bedienung. Jedoch läuft er sehr stabil. Im Test gab es noch keinen Absturz.
Einen besonderen Dank an Anasat, ohne die dieser Bericht nicht möglich gewesen wäre.
June 13, 2006 (c) satellite-heaven.de |
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