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Testbericht vom Digenius Megasat 5000 PVR (Fujitsu)Der Megasat 5000 von Digenius ist ein einfacher PVR mit 160 GB Festplatte und 2 CI Schächten. Digenius ist bekannt für guten EPG, schnellen Videotext, schnellen Umschaltzeiten und Bootzeiten. Und das muss ich zugeben ist auch so. Dagegen vom Design und der Qualität her, sind die alle nicht so der große Wurf, auch der Megasat nicht. Das Gehäuse und das Display ist sehr groß. Auf der Front befinden sich 3 Tasten und hinter der CI Schacht Klappe sind noch mal vier, die auch eine weitersgehende Bedienung ohne Fernbedienung ermöglichen. Die Rückseite ist dagegen eher minimal ausgestattet. Die Fernbedienung ist klein und besitzt einfach zu wenige Tasten. Reagieren tut sie allerdings gut. An die Bedienung muss man sich erst mal gewöhnen. Trotz der Einfachheit unterscheidet sie sich doch stark von "normalen" Sat Receivern. Digenius ist da zwar in einigen Bereichen besser, allerdings nicht unbedingt in allen. Die Nähe zu dem Uralt Lemon und zu Lasat Geräten ist deutlich zu spüren. Diesen Receiver kann man z.Zt. bei Wolf Electronic Trade für ca. 149,00 Euro kaufen.
Info: Beim umschalten wird der Titel der laufenden Sendung mit eingeblendet. Mit "OK" Taste lässt sich die Infotafel ebenfalls einblenden, wenn man dies im Menü einstellt. Ansonsten wird mit "OK" eine Hilfetafel eingeblendet. Wenn "Info" gedrückt wird erhält man Details zur laufenden Sendung. Mit rechts Taste dann Details zur folgenden Sendung. In langen Texten kann geblättert werden. Alle Details sind komplett und durch die Größe sehr gut lesbar. Eine gute Signalstärkenanzeige lässt sich über das Receiver Menü aufrufen.
EPG: Den EPG ruft man mit 2x Info Taste auf. Der EPG ist beim Megasat hier ein Einzelkanal EPG. Daten werden sehr schnell geladen und sind immer komplett für bis zu 7 Tagen aufrufbar. Mit "OK" werden Details aufgerufen. Mit rechts/ links Tasten lassen sich sogar die ganzen Details des Tages direkt anzeigen, ohne das Detail Fenster zu schließen. Aufnahmen lassen sich im EPG direkt über die "List" Taste in den Timer aufnehmen. Start und End Zeiten lassen sich bearbeiten. Ansonsten erhält man die Timer Liste auch über das Receiver Menü.
Kanalliste: Es gibt zwei Ansichten für die Kanal Liste. Einmal mit TV Bild im PIG Fenster und einmal TV Bild im Hintergrund mit EPG Informationen auf den einzelnen Kanälen. Für die EPG Infos braucht man nicht mal umschalten, weil die nach dem einlesen automatisch gespeichert werden. Die Kanal Listen Ansicht wird auch beim Verlassen gespeichert. So das man beim nächsten Aufruf der Liste nicht erst wieder den Modus ändern muss. Wechsel zwischen Modus 1 und 2 geht mit der "Info" Taste. Die Kanallisten Navigation ist auch gut. Mit "OK" wird umgeschaltet und die Liste automatisch geschlossen. Mit rechts/ links Tasten kann man Seitenweise blättern.
Kanalliste bearbeiten: Kanäle bearbeiten geht über das Receiver Menü. Der eingeschaltete Sender ist weiterhin im Hintergrund sichtbar. Programmplatzwechsel ist jedoch leider nicht möglich. Kanäle können zum Beispiel einzeln und Blockweise verschoben oder gelöscht werden. Dazu müssen allerdings meiner Meinung nach viel zu viele Tasten gedrückt werden. Aber mit etwas Eingewöhnung, geht es dann doch recht schnell und gut. Freie Programmplätze stehen in der Liste bis der maximale Speicher erreicht ist. Bei dem Megasat können 2500 und 1000 Radio Kanäle gespeichert werden.
Dieser Receiver kam von: Wolf Electronic Trade
Menü: Das Menü ist einfach und übersichtlich. In allen Menüpunkten läuft das TV Programm im Hintergrund weiter.
Antennen Einstellung + Suchläufe: Der Receiver unterstützt DiSEqC 1.0, 1.2 und Toneburst. Ansonsten gibt es nicht viel einzustellen. Es gibt keine bearbeitbaren Sat und Transponder Listen. Einzel Satelliten und Transponder Suchlauf sind möglich. Ein automatischer Suchlauf auf Astra1 dauerte im Test ca. 8 Minuten. Dabei werden die NIT`s automatisch mit verarbeitet. Suchläufe für TV und Radio müssen getrennt durchgeführt werden. Nach dem Suchlauf werden alle neu gefundenen Kanäle nicht automatisch in die Programmliste aufgenommen. Jeder einzelne Kanal muss manuell in die Programmliste eingefügt werden. Das hab ich am Anfang überhaupt nicht verstanden, weil so etwas hab ich noch nie erlebt. Nun gut über Sinn oder Unsinn dieser Sache lässt sich sicher streiten.
PVR Funktionen: PVR Funktionen werden mit der "PVR" Taste aufgerufen. Mit dieser erhält man eine Tastatur mit Erklärung (welche Taste für welche Funktion zuständig ist). Da der Receiver zu wenige Tasten hat fehlen ja leider auch die Tasten für die PVR Funktionen, also hat Digenius, diese auf die Zahlentasten gelegt. Sinnvoll fand ich das nicht, eher unnötig verkompliziert. Der Receiver hat zwar nur einen Tuner, dennoch kann man während einer Aufnahme, auch noch andere Programme des selben Transponders angucken. Timeshift ist erst nach Pause aktiv. Kann man also nicht als echtes Timeshift bezeichnen. Die Festplatte läuft nur wenn PVR Funktionen abgerufen werden. Timeshift wird automatisch als echte Aufnahme abgelegt. Teile löschen und Sprungmarken setzen ist möglich. Als Datei Name wird der Titel aus dem EPG übernommen. Teletext und EPG werden allerdings nicht mit aufgenommen.
Sonstiges: Über das Receiver Menü können Bild und Ton Optionen aufgerufen werden. Z.B. für die Premiere Direkt Programme und Audio Track Radios. Letzteres kann er so auch mit korrekten Namen anzeigen, was ja nur ganz wenige Receiver heutzutage können. Auch hat der Receiver einen wunderbaren Videotext. TT Unterseiten werden gespeichert und man kann darin ganz fix darin navigieren. VBI Text ist ebenfalls möglich. Zwei Videospiele hat der Megasat integriert.
Software Updates und Settings: Die Software war von Oktober 2007 (lt. Systeminfo). Andere hab ich nicht probiert, weil ich keine Backup Software besaß. Auf dem Verpackungskarton stand was von Update über Satellit, fand dazu aber keinen Eintrag im Menü. Es gibt einen einigermaßen guten Settingseditor mit Namen "TVBOX Edit", den man zum bearbeiten der Kanalliste benutzen kann. Dieser hat auch ein paar witzige Features wie Teletext Anzeige am PC und Steuerung des Receivers. Alles über die serielle Schnittstelle des Receivers mit 1:1 belegtem Kabel.
Fazit: Vieles unterscheidet die Digenius Software von anderen Geräten aus Fernost. Man merkt das die Software aus Deutschland kommt. Doch gerade deshalb sollte man eigentlich noch vieeeeeeel mehr erwarten.
December 18., 2007 (c) satellite-heaven.de |
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