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Testbericht vom DGS Relook 400 S
neuer TWIN-LINUX-RECEIVER von DGStation,verfügbar ca. Aug. 2005, Preis Anfang Nov.2005: ab 379,- Euro; - Sept. 2006 ca. 340,- (ändert sich natürlich dauernd)Fazit: ein sehr preiswerter Twin-Linuxreceiver, der gut zu beherrschen ist und für sehr empfehlenswert ist.
Stand Dez. 2005: Da leider DGS kein Interesse hatte, einen günstigen Testreceiver zur Verfügung zu stellen (ich mache ja keine bezahlten "Tests" , kann ich für diesen auch keinen Testbericht erstellen und ihr seid auf "bezahlte Testberichte" in Zeitschriften etc. angewiesen. Und bis Dez. 2005 war nirgens ein Testbericht von mir zu finden, weder TV (Dr.Dish) noch in Magazinen. Sorry, es scheint, DGS verkauft so schon genug. Vielleicht am amerikanischen Markt. Since I don't get a low-priced test-device (DGS are not interested), so no test-report about 400S is available, so you are dependent to "paid advertising-tests" in newspapers... sorry.
Stand Sept. 2006: Ich habe nun doch noch einen - nun nicht mehr sehr neuen - Receiver 400s in Ebay gekauft. Preis 350,- incl. 250 GB Platte. Hier nun meine ersten Eindrücke, natürlich basierend auf meine Erfahrungen mit dem Relook 300s (bitte diesen Bericht zuerst zum Verständnis lesen).
Der erste Blick: das Gerät ist größer als sein Vorgänger und edler in titanfarbigem Gehäuse. Hinter der Frontplatte, die die gesamte Vorderfront einschließt, ein alphanumerisches Display und 8 Bedienungstasten. Zudem ZWEI Kartenleser und ZWEI Slots für CI-Module. Die Einschübe für die Module gehen leicht und sind gut verarbeitet, wie der ganze Receiver generell. Für diesen Preis wirklich gute Verarbeitung. Auch die Hitzeentwicklung des Netzteiles ist gering (siehe Probleme bei div. anderen Receivern!!).
Trotzdem gleich ein Ärgernis: das alphanumerische Display ist für mich (etwas schlecht Sehenden) zu klein und zu wenig hell. Zudem ist das Frontklappensichtfenster wohl nur aus Designergründen mit Rauchglaus versehen, so daß das Display für mich zumindest noch schlechter lesbar ist. Wollte das Rauchglas gleich mal herausnehmen, ist aber nicht so leicht, muß wohl herausfräsen.
War das Gehäuse fast schon überdesigned, wurde darauf nun bei der Fernbedienung vergessen. War die 300s-FB mit ihrem charakterischen Bauch, gut in der hand liegend und sich vom Einheitsbrei abhebend, ist leider die FB für den 400s silbern und billig aussehend, wie eine 4,50 EUR Universalfernbedienung aus dem Baumarkt. Zudem scheint der Entwickler keinen 300s gehabt zu haben, denn die Tasten sind wieder anders und teilsweise an völlig anderen Plätzen angeordnet. Für mich, der einen 400s und gleichzeitig einen 300s betreiben will, ein unnötiges Ärgernis. Ich verstehe nicht, warum die Entwickler so krumm denken und wenn etwas mal gut ist, wie die FB des 300s, gleich wieder kaputtmachen. Dafür kann man von TV auf STB umschalten und somit auch den Fernseher ansteuern. Und bei jedem Klick leuchtet die entsprechende Taste auf. Es fehlt aber eine Umschaltung, falls man zwei 400s gleichzeitig betreiben möchte. (das hatte damals Anfang 90-er schon mein alter damals sündteurer Echostar, der jetzt noch meine Motorantenne mit Aktuator steuert). Scheinbar glauben die Erzeuger selber nicht, daß ihre Produkte so gut sind, daß man zwei gleiche Exemplare in die Stube stellt.
Die Bedienung und das Menü an sich dem 300s ähnlich, das ist positiv für ehemalige 300s-Besitzer. (siehe unten Einheitssoftware für die DGS-Receiver)
Künftig, Ende 2006, will DGS die gleiche Grundsoftware für den 200s -Mutant (1 Tuner, 1 Kartenleser, LAN), den 300s (2 Tuner, 0/1 Kartenleser, 2 CI) und den 400S (2 Tuner, 2 Kartenleser, 2 ci, lan) verwenden, wirklich eine super Idee und schon lange fällig. Wieso für jeden Receiver immer neu das Rad erfinden, lieber gute Sachen gleich bei der ersten Software einfließen lassen. Die bisherige Grundsoftware von DGS ist bescheiden für normale Bedürfnisse. Freaks und Experten sind besseres gewöhnt und das gute Neumo-Image (Dank den Entwicklern!) des 300s gibt es nun auch für den 400S.
Zur Überspielung eines Images auf den 400S per LAN bin ich im Receiver-Menü auf IP-Setup gegangen, Typ Auto (DHCP) - bei manuell kenn ich mich zuwenig aus - und drückte auf den Submit-Knopf, natürlich nach Anhängen des Relook an das Netzkabel. Dann im JonDoe-PC-Editor (Version 1.2.38 auf Editor-Einstellungen und die angegebene IP-Adresse angegeben. Siehe da, der Relook 400s wurde erkannt. Trotzdem empfiehlt es sich, die IP-Adresse manuell einzugeben und nicht dynamisch.
Dann im Jon-Doe-Editor auf den Menüpunkt "Images in Flash-Speicher schreiben . Image ausgewählt und gestartet. Flutsch, schon wars auf dem Relook, der dann abschaltete, den Speicher löschte und mit dem neuen Image beschrieb. (Vorsicht, keinesfalls am Gerät herum fummeln und abschalten und so. Geduldig warten bis alles ruhig ist und der Relook anzeigt: "press power key to reboot the system!!! ).
Falls man ein eigenes Startbild möchte, kann man das mit dem Programm "4553_RelookWelcomeScreen1.0.0.85" generieren und über USB aufspielen. (Einschaltknopf drücken und dann kurz die "nach-oben-Taste" drücken, dann ist man im USB-Modus beim 400s und kann mit dem Programm "Flash-Tools" die Bilddatei übertragen. Die einen wollen ihre Katze oder den eigenen Nachwuchs als Startbild, normalerweise zu Linux passt ein Pinguin. Mein Kollege hat einen Esel als Startbild. Wohl nicht ohne Grund.
Mit dem "Geckow-Web-Interface" kann man den 400s übers Netz steuern (Fernbedienung, Film-Dateien übertragen und auf dem PC brennen etc.) das sind dann eben die Vorteile einer LAN-Verbindung. Softwarupdates über Internet etc.
Das EPG-Update ist sehr langsam. Dafür kann man wenigstens im Neumo-Image die EPG-Daten in der Nacht abholen lassen (für die ersten ca. 50 Kanäle) und dann sind diese auch für eine Woche mehr oder weniger vollständig. Neuerdings kann man EPG-Daten auch übers Internet holen und natürlich gibt es auch verschiedene Images. Ich erwähne da nur Enigma-Image, bekannt von Dreambox, das auch hier verwendet werden kann, allerdings unterstützt dieses nur 1 Tuner, also nicht günstig für einen Twin. Das Neumo-Image ist per Okt. 2006 schon ziemlich gut wenn gleich noch nicht vollständig implementiert. Hier wurde besonderen Wert auf die Grundfunktionen wie Multikanal- und Einzelkanal-EPG, einfache Aufnahmesteuerung aus EPG , PVR-Recording und Abspieleigenschaften gelegt. Beispiel: im EPG kann man mit Zifferntasten 1-7 jeweils direkt soviele Tage nach vorne springen, beim Abspielen eines Filmes mit Zifferntasten 1-9 jeweils soviele Minuten nach vorne spulen und somit leicht die Werbepausen schnell überbrücken, EPG-Detailinfos werden mit abgespeichert etc.
Die Neuerungen gegenüber dem 300 S sind insbesondere: Schnellerer Prozessor, mehr Speicherkapazität, LAN-Netzanschluss, alphanumerisches Display, schöneres Design, einfach eine Klasse höher. Wer einen sehr billigen aber doch guten TWIN-Receiver (ich würde nie mehr einen Receiver mit nur einem Tuner kaufen) möchte und einfach nur fernsehen will, der ist mit dem 300s um derzeit ca. 200,- + Porto (Stand Okt. 2006) immer noch gut bedient. Wer Filme auf PC übertragen und auf CD brennen will, wer wie am PC dauernd herumbasteln will, wer einfach einen hochklassigen TWIN-Receiver zu einem günstigen Preis ohne Abzocke will, der ist mit dem 400s gut beraten. (ca. 340,-).
Erzeugerfirma: DGStation <--click
vg. alf der viertel vor 12
Oct. 09, 2006 (c) satellite-heaven.de |
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